Die Hochburg bei Emmendingen
von Sven Lennartz am 1. Mai 2010
Für heute auf dem Programm: ein Ausflug zur Hochburg zwischen Emmendingen und Sexau – rund 20 Kilometer nördlich von Freiburg. Die Burg, besser deren Ruinen, sind vergleichsweise riesig und waren am heutigen Maifeiertag sehr gut besucht.
Obstbaum und Landschaft zwischen Gundelfingen und Denzlingen bei Regen. Die Berge im Hintergrund wirken heute etwas geisterhaft
Die Tour ging über Freiburg-Zähringen nach Gundelfingen, Denzlingen und über die Elz nach Sexau. Während die ersten Stunden nicht sonderlich spektakulär, dafür aber regnerisch waren (eben zumeist an der Straße entlang) änderte sich das hinter Denzlingen. Der Weg führte abwechslungsreich durch Wälder, Wiesen entlang und zwischen Wein- und Obstbau hindurch.
Über den Heimatpfad Mauracher Berg ging es durch waldiges Gelände zur Ruine der St. Severin Kapelle, die sich unversehens aus dem Grün schält.
Die Kapelle auf dem Mauracher Berg wurde 1497 errichtet. Zur ihr gehören auch einige Grabsteine, die von einem ehemaligen Privatfriedhof übrig geblieben sind.

Seitlicher Blick auf die Ruine
Stromleitungen beim Abstieg vom Mauracher Berg
Erdbeerfeld vor Sexau – Landschaft mit tief hängenden Wolken
Das Dorf Sexau streckt sich weit entlang der Hauptstraße, so sieht man – von Süden kommend – die Hochburg beinahe erst am Ortsausgang.
Man kann einen Wanderweg durch die Wiesen nehmen oder weiter dem Straßenverlauf folgen. Hierzu gibt es ein wackeliges Bewegtbild. Der letztliche Aufstieg zur Burgruine ist kurz und steil.
Auf der anderen Seite: Schwarzwald-Idyll mit bösen Wolken bei Sexau
Die Hochburg wurde im 11. Jahrhundert errichtet, möglicherweise sogar früher, und war im Besitz der Markgrafen von Basel-Hachberg. Die Burganlage wurde mehrfach ausgebaut, im Dreißigjährigen Krieg von Kaiserlichen Truppen eingenommen, fachmännisch zerstört und schließlich 1688 von der französischen Besatzungsmacht endgültig geschleift.
Die Hochburg wird als touristische Attraktion bewirtschaftetet. Es gibt Getränkeaussschank, ein Café, ein kleines Museum und ein bewachtes WC.
Noch mehr Aussicht, das fast klischeehaft schöne Schwarzwaldtal bei Sexau
Der Rückweg in Richtung Emmendingenführte mich über den Ort Maleck durch eine reizvolle Landschaft. Ich es mag es wenn ein Foto aus Flächen besteht. Die Landwirtschaft eignet sich sehr gut dazu. Verschiedenfarbige Bereiche (frisch gepflügte Erde, grüne Wiesen, Himmel und Horizontlinie) kontrastieren auf den folgenden 3 Fotos miteinander.
Die Tour dauerte insgesamt rund 7 Stunden. Von Freiburg bis auf die Hochburg habe ich 5 Stunden gebraucht (inklusive kleinerer Abstecher zur Wegfindung ^^). Zurück nach Freiburg ging es vom Emmendinger Bahnhof.
(420 -sl)










Kommentare
[...] Gegensatz zur Emmendinger Hochburg gab es hier keinen Besucherverkehr. Es war niemand da. Ein Förderverein sammelt für den Erhalt [...]
[...] Die Route führte über Herdern, Zähringen und Gundelfingen nach Denzlingen. Hier einige Bilder vom Mai aus gleicher Gegend: Wanderung zur Hochburg. [...]
[...] aus folgt man dem ausgeschilderten “Vierburgenweg”, er verbindet die Burg Landeck, die Emmendinger Hochburg, die Kastelburg zu Waldkirch und die Eingangs erwähnte Burg Lichteneck miteinander. Bis zum [...]
[...] Von hier aus schweift der Blick in die Ebene nach Gundelfingen, Denzlingen, zum Eingang des Glottertals uns nach Emmendingen, man schaut sogar auf die Hochburg. [...]
[...] Sexauer Umgebung. Von hier ist es nicht weit zur Ruine der Hochburg [...]