Von Freiburg über den Tuniberg nach Frankreich
von Sven Lennartz am 30. Mai 2010
Freiburg liegt im Dreiländereck zwischen der Schweiz und Frankreich. Also sollte man diese Länder auch zu Fuß erreichen können. Nach Frankreich gelangt man über Breisach am Rhein. Da ich schon im März in Breisach war habe ich diesmal eine andere Route gewählt. Statt am Kaiserstuhl vorbei ging es über den Tuniberg – der ist mit gut 300 Metern Höhe so etwas wie die Miniaturausgabe des Kaiserstuhls.
In den Orten Merdingen, Opfingen, Tiengen, Munzigen, Nieder- und Oberrimsingen geht es vor allem um den Weinanbau. Aber auch Spargel, Erdbeeren und Holunder sind häufig zu sehen.
Von Freiburg nach Opfingen sind es rund 10 Kilometer, die Strecke führt zur Hälfte durch den Mooswald. Interessant wird es hinter Opfingen (Dürleberg – Griestal) in nordwestlicher Richtung. Hier trifft man auf den Burgunderpfad, der sich in Nord-Süd-Richtung quer über den Tuniberg zieht. Der Name stammt von den hier überwiegend angebauten Rebsorten.

Startpunkt des Burgunderpfads bei Opfingen

Auf dem Burgunderpfad
Der Tuniberg ist eine sanfte und ruhige Kulturlandschaft. Er ist nie zu steil, nie überlaufen und landschaftlich reizvoll. Es versteht sich, dass man fast überall eine gute Aussicht ins Umland hat. Ein kleines Video vom Tuniberg
Ausblick vom Tuniberg
Noch ein Ausblick vom Tuniberg
Blick auf den so genannten “Attilafelsen”
Bald erreicht man den Tuniberg-Höhenweg. Hier ändert sich die Landschaft, man schaut nun in die Rheinebene.
Der Blick in die Rheinebene
Ein Baggersee schimmert juwelengleich in der Ferne
Tuniberg Höhenweg
Den Tuniberg stieg ich in Richtung des Ortes Niederimsingen ab.
Niederrimsingen von oben
Niederrimsingen beim Abstieg
Niederrimsingen (Luftbilder aus der Region) ist die kleinste alle Tuniberggemeiden und gehört seit 1973 zu Breisach. Der Ort wurde schon im Jahre 839 erwähnt anlässlich einer Schenkung an das Kloster Lorsch.
Die Pfarrkirch St. Lauretius in Niederrimsingen. Der schmucke Turm mit den beiden Arkadengeschossen ist einer der ältesten des Oberrheins.
Der Weg führte mich weiter in die Ebene hinein bis zur B31, die – mit etwas Abstand – etwa parallel zum Rhein verläuft. Die Straße in Richtung Breisach verfügt über einen breiten Weg für Radfahrer und Fußgänger.

Blick zum Tuniberg aus der Rheinebene
Breisach ist ein geschäftiger touristischer Anziehungspunkt. Hier ist viel los, nicht zuletzt der vielen Ausflugsschiffe wegen und durch die nahe Grenze zu Frankreich, die durch den Rhein verläuft.
Ausflugsschiffe auf deutscher Seite

Gesperrte Rheinschleuse aufgenommen auf der Brücke von der französischen Seite aus
So lebendig und laut Breisach daherkommt, auf französischer Seite ändert sich das. Die ersten Kilometer des anderen Staates sind industriell geprägt. Es gibt weitere Schleusen am Rheinseitenkanal (Grand Canal d’Alsace), eine Staustufe und das Wasserkraftwerk Vogelgrun.

Nach insgesamt rund 36 Kilometern wurde es Zeit nach Breisach zurückzukehren – gen Freiburg ging es dann mit dem Zug. Die wahren Schönheiten Frankreichs hebe ich mir für später auf.
(sl – 480)

Kommentare
Freue mich schon auf deinen kommenden Abstecher zur Rothaus Brauerei nach Grafenhausen. Von Haustür bis zum Braukessel sind es knapp 37 Kilometer, wäre ein neuer Rekord.
die brauerei hatte ich irrtümlicherweise woanders verortet. ich lerne ja noch…
This makes me miss Europe soooo much! The landscape is just something people here in the US cannot possibly imagine. Home is home…
Ich vermisse Europa! Die Menschen hier in Amerika musst doch nicht vershtehen wie shoen das Land ist…. (Heimweh…
)
[...] Der Weg führt direkt an den Weinhängen vorbei oder mitten hindurch. Man kann vorgezeichneten Pfaden folgen – auch hier gilt die gelbe Raute. Als da wären der Tuniberg Höhenpfad, der Tuniberg Westpfad und der Burgunderpfad. [...]