Tuniberg – Waltershofen – Rieselfeld
von Sven Lennartz am 15. August 2010
An diesem Samstag habe ich es ruhiger angehen lassen und habe mich von der Bahn nach Gottenheim bringen lassen. Das dauert kaum länger als 10 Minuten. Von dort kann man rasch in den Tuniberg einsteigen. Einfach der Straße nach Wasenweiler folgen und am Weingarten abbiegen.
Der Tuniberg ist eine üppige Kulturlandschaft. Hier wird auf beinahe jedem freien Quadratmeter Wein angebaut. Es finden sich aber auch Äpfel, Pfirsiche, Walnüsse, Mais und Pflaumen.
Blick vom Tuniberg in Richtung Kaiserstuhl. Im Vordergrund ein Pfirsichbaum
Einen blauen Himmel gab es zwar nicht, dafür die eine oder andere Portion Regentropfen und perfekte Temperaturen für das Wandern.
Blick vom Tuniberg – noch in der Nähe von Gottenheim
Das Gebiet ist nicht überlaufen, es ist erstaunlich wenig los; die Anstiege sind sanft, die Ausblicke trotzdem nicht zu verachten. Gelegentlich tauchen Radfahrer auf. Für Mountainbiker ist der Tuniberg zu lasch.

Der Weg führt direkt an den Weinhängen vorbei oder mitten hindurch. Man kann vorgezeichneten Pfaden folgen – auch hier gilt die gelbe Raute. Als da wären der Tuniberg Höhenpfad, der Tuniberg Westpfad und der Burgunderpfad.
Von hier aus zu Fuß erreichbar sind die Ortschaften Merdingen, Niederrimsingen und Oberrimsingen im Westen; Waltershofen, Opfingen, Tiegen und Munzingen im Osten.
Ein Rebhisli: Geräteschuppen und Unterstand für Winzer

Talblick – kurz vor dem Regen
Maisfeldstraße
Blick auf Waltershofen
Mein Ziel war Waltershofen. Ein sehr ruhiges Dorf, das wie viele andere einen eingemeindeten Teil von Freiburg bildet.
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul – Baubeginn 1816
In Waltershofen gibt es einige recht alte oder zumindest alt aussehende Gebäude. Ich mag Alter und Verfall – wenn es um Gebäude geht.


Durch den Ort hindurch ging es an der Landstraße weiter in Richtung Umkirch (auf dem Weg liegt die Waltershofener Waldkapelle). Allerdings nicht bis in den Ort, sondern durch den Wald Richtung Autobahn. Der Weg führt am Waltershofener See vorbei.
Waltershofener See – Baden verboten
Direkt südlich schließt der Opfinger See an, dessen südlicher Teil ein Badesee ist. Die Autobahn wird durch eine Unterführung passiert. Nun betritt man das Rieselfeld. Hier gibt es zwei Rundwege, die als Naturlehrpfad mit Hinweistafeln angelegt sind. Nördlich davon liegt der Mundenhof mit einigen bei Familien beliebten Tiergehegen.

Der südöstliche Teil des Rieselfeldes, der einmal der Entsorgung städtischer Abwässer diente, wird seit Mitte der neunziger Jahre als Stadtteil ausgebaut. Inzwischen leben hier über 10.000 Menschen.
Rieselfeld Zentrum – zur linken die Maria Magdalena Kirche, ein unverkleideter Betonbau
(sl – 270)
