Von Freiburg nach Staufen und zurück
von Sven am 17. April 2010
Die malerische Kleinstadt Staufen liegt knapp 20 Kilometer südwestlich von Freiburg entfernt. Man erreicht sie unter anderem durch das so genannte Hexental über die Ortschaften Merzhausen, Au, Sölden, Bollschweil und Ehrenkirchen. Jene Ortschaften auf die man vom Schönberg aus einen guten Blick hat.
Fußgänger und Radfahrer haben ihren eigenen Weg, lediglich in den Dörfern wird es manchmal etwas eng. Die Wege sind wie üblich gut ausgeschildert.
Der Ort Bollschweil in der Ferne – gesehen von Freiburg kommend
Einige Kilometer vor Staufen – die gesamte Region ist reich an Obstbäumen
Staufen bezeichnet sich gern als “Faust-Stadt”, dazu später noch mehr, wurde tatsächlich aber durch die versehentliche Beschädigung weiter Teile der historischen Altstadt durch Bohrungen zur Gewinnung von Erdwärme überregional bekannt. Inzwischen steht Staufen zwar nicht vor dem Einsturz, aber doch vor ernsten finanziellen Problemen. Ein dramatisierender Spiegel Online Artikel dazu: Eine Stadt zerreißt.
Staufens größte Attraktion ist der Schloßberg (namensgleich mit dem Freiburger Schloßberg) mit der darauf thronenden Burgruine (ein römisches Kastell soll an gleicher Stelle einmal gestanden haben). Das Ensemble ist weithin sichtbar, über die Rheinebene sowieso, von Freiburg kommend schon vor Bollschweil. Die Burgruine ist deutlich größer als zum Beispiel die der Schneeburg.
Schloßberg und Burgruine von der Straße aus gesehen
Der Schlossberg wird fast vollständig von Winzern bewirtschaftet. Er erhebt sich schlappe 86 Meter über die Talsohle (und damit 376 Meter über den Meeresspiegel). Und ist leicht zu erklimmen, die Steigungen sind moderat.
Blick zur Burg während des Aufstiegs
Scheinbar schwindelnde Höhen. Gleich am Ziel…
Baubeginn für die Burg war um das Jahr 1100 herum durch Adalbert von Staufen. Seit 1607 ist die Burg nicht mehr bewohnt. 1632 wird die Burg im Dreißigjährigen Krieg von Schwedischen Truppen besetzt und zerstört. Seit 1896 ist die Ruine im Besitz der Stadt. Sie wird des Nachts hell angestrahlt.
Die Aussicht aus der Ruine heraus ins Tal
Die Tour dauerte 8:45h. Das geht kürzer, zumal wenn man sich den Rückweg spart. Staufen ist auch mit der Bahn erreichbar, allerdings gibt es nur wenige Direktverbindungen von Freiburg aus.
Aussicht vom Schloßberg – Ein Schwenk ist als Bewegtbild verfügbar
Burgruine

Burgruine
Burgruine
Der Abstieg wurde mit einem herrlichen Blick auf die Rheinebene belohnt:

Der Schloßberg ist mehr als nur Kulisse für die Innenstadt. Er drängt immer wieder mit Macht ins Blickfeld.
Auch “Bächle” gibt es in Staufen
Die Innenstadt ist prächtig heraus geputzt. Wer genau hinsieht entdeckt an vielen Stellen die schon angesprochenen Risse in den Fassaden.
Johann Wolfgang von Goethes berühmte Tragödie Faust geht es auf eine reale Person zurück. Auf einen gewissen Alchemisten Johann Faust der eben hier in Staufen durch eine Explosion (angeblich 1539) sein Ende gefunden haben soll. Das geschah im Gasthaus zum Löwen welches rechts im Bild zu sehen ist. Eine farbig illustrierte Inschrift auf der Hauswand weist heute darauf hin.

(sl – 525)
Kommentare
[...] Städtchen Bad Krozingen liegt im Markgräflerland, unweit von Staufen. Der Weg führte die Basler Landstraße entlang nach St. Georgen und durch die Orte Leutersberg, [...]
[...] Kleinstadt Staufen hatte ich schon im April einen Besuch abgestattet. Heute hatte ich, bei überwiegend sonnigem [...]