Freiburg entdecken

St. Ulrich und die Birchiburg

von Sven Lennartz - 4. Dezember 2011 - Rubrik: Schwarzwald - Tags: |

Am Ende des Möhlintals liegt der kleine Ort St. Ulrich mit der dominierenden Pfarrkirche, deren Anfänge bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen. Der Freiburger Hausberg Schauinsland (1284 Meter) ist hier nicht mehr weit. Oberhalb des Ortes entspringt der Fluss Möhlin, der bei Breisach in den Rhein mündet. Im 18. Jahrhundert war der Fluss kanalisiert, auf ihm wurden Baumstämme gen Rhein geflößt.


Ein Blick auf St. Ulrich auf gut 580 Höhenmetern

St. Ulrich gehört heute zu Bollschweil das Ausgangs des Hexentals liegt und den Übergang ins Markgräflerland markiert. Hierhin gelangt man mit der Buslinie 7208.

Von der Birchiburg auf dem Birkenberg aus hat das Geschlecht der Snewlins im Mittelalter den Erzabbau überwacht. Bis die Freiburger kamen, im 14. Jahrhundert die Burg erstürmten und einebneten. Bis deren Überreste 1886/87 wieder entdeckt wurden. Viel hat sich nicht enthalten. Die Mauerreste sind zum Teil mit Planen abgedeckt. Man kann darauf herumkraxeln, schaut sich die Sache aber sicherer von oben an. Es gibt eine solide Plattform, die einen Blick auf das Grabungsgelände ermöglicht.


Die Überreste der Birchiburg und der Birkenberg von der Plattform aus gesehen


Hölzerne Aussichtsplattform mit Infotafel


Mauerreste der Burg

Der Erzabbau hat im Gebiet um den Schauinsland zahlreiche Spuren hinterlassen. Wer sich dafür interessiert folgt dem Birkenberg Lehrpfad. Der ist 1,6 Kilometer lang und hält 20 Schautafeln bereit.


Der Birkenberg Lehrpfad


Diese Schlucht ist ein so genannter Verhau, entstanden durch menschliche Einwirkung. Einst handelte es sich um einen mächtigen Erzgang

Ein ungemütlicher Tag war das. Windig, feucht und auf bis zu 700 Höhenmetern auch anständig kalt. Es folgt ein Waldspaziergang bis zurück ins Hexental und weiter nach Freiburg.


Auch Anfang Dezember gibt es noch so etwas wie Farbe im Wald


Ein verletzter und verharzter Baumstamm


Ein Hochsitz


Ein Unfallkreuz taucht am Wegesrand auf. Die Inschrift liest sich wie folgt: “Hier ist in Got entschlafen Joseph Userman – 1777″


Der Blick in Höhe des Schweighofes hinunter in die Rheinebene


Nach einigen Stunden kam Freiburg in Sicht

Der Tourverlauf über 20 Kilometer als GPX.

(sl – 275)

Besuch in Gengenbach

von Sven Lennartz - 27. November 2011 - Rubrik: Umgebung - Tags: |

Die Stadt Gengenbach gehört längst nicht mehr zum Breisgau, sondern in den Ortenaukreis in der Vorbergzone des mittleren Schwarzwaldes. Man erreicht Gengenbach über Offenburg (dauert von Freiburg aus etwa 1:10h). Die ehemalige Freie Reichsstadt beeindruckt mit  schmucken Fachwerkhäusern und romantischen Gassen. Ebenso sind Teile der alten Stadtbefestigung erhalten geblieben. Mauern und Turmtore, die Gengenbach einzigartig in der Region erschienen lassen.

Wochenmarkt in Zentrum Gengenbachs

Heute besuchte Orte:

  • Gengenbach
  • Ohlsbach
  • Ortenberg
  • Offenburg

Erste Station war die über der Stadt wachende Jakobuskapelle, ein bescheidenes Gebäude inmitten der Reben.


Durch die Tür in die Kapelle fotografiert. Rechts unten sieht man den Widerschein der Stadt zu Tale


In der Kapelle

Von hier oben lässt sich Gengenbach in seiner gesamten Pracht übersehen. Man schaut ins Tal der Kinzig hinein, wobei der Fluss hier einem Kanal gleicht, so gerade hat man ihn geformt. Weit schauen konnte man heute allerdings nicht, denn zumindest der Vormittag war recht dunstig.


Gengenbach von der Jakobuskapelle aus gesehen


Das ist Gengenbach: Fachwerkhäuser, Tortürme und viel zu viel Verkehr…

Ein besonderes Schmuckstück ist die Engelgasse. Ein dichtes Ensemble schönster Fachwerkhäuser, und das sogar ohne PKWs.


In der Gengenbacher Engelgasse


Engelgasse


Ein wuchtiges Kellertor


Eindrücke aus der Engelgasse

Nach dem Stadtrundgang habe ich dann auf den Weg in Richtung Offenburg gemacht. Der eigentliche Grund für meinen Besuch hier war ein Urlaub vor 37 Jahren mit meinen Eltern. Gewohnt haben wir damals in Ohlsbach, der nächste Etappe der Tour.


Ein so genanntes “Etterkreuz” an der Stadtgrenze von Gengenbach im Wald. Hier endete in früheren Zeiten der Einfluss der Städter


Ohlsbach vor dem Schwarzwald


Der Weissenbach durchfließt Ohlsbach

Der Weg in Richtung Offenburg führte schließlich durch den Ort Ortenberg, das dortige Schloss ist nicht zu übersehen. Neuschwanstein ist es nicht, macht aber mächtig Eindruck. Die imposante Erscheinung am Eingang des Kinzigtals dient seit 1942 als Jugendherberge. Teile der Anlage stammen aus verschiedenen Jahrhunderten, das eigentliche Schloss im klassizistischen Baustil aus dem 19. Jahrhundert.


Schloss Ortenberg


Schloss Ortenberg

Zurück ging es bequem mit dem ICE. Freiburg ist dann nur noch 30 Minuten und eine Station entfernt. Dauer der heutigen Tour: 4:30h.

Tourverlauf als GPX

(sl – 270)