Freiburg entdecken

Um den Schönberg herum

von Sven Lennartz - 26. Dezember 2011 - Rubrik: Umgebung - Tags: | | |

Der 646 Meter hohe Schönberg ist von Freiburgs Altstadt aus schnell zu erreichen und war deshalb schon früher das Ziel meiner Wanderungen. So im April 2010  auf den Gipfel und im Januar 2011 nach Ebringen. Heute, am Heiligabend, stand ein Rundgang auf dem Programm.


Schneetreiben auf dem Schönberg am Heiligabend 2011

Am Morgen in Freiburg hatte der Regen alles im Griff, das blieb auch für eine Weile so. Der Weg führte in den Stadtteil St. Georgen und dort – in Höhe des Bahnhofes – in den Hang des Schönbergs. Hier gibt es Weiden, Kleingärten und Reben.


Am Schönberg bei St. Georgen in Freiburg im Regen


Ein Haus im Ebringer Ortsteil Leutersberg


Auf der Suche nach den Farben des Winters wurde ich bei dieser Trockenmauer im Weinbau fündig

In Ebringen angekommen, wandelte sich das Wetter. Finster blieb es, doch nun kam Schnee hinzu.


Bei Ebringen. In der Bildmitte sieht man eine tief hängende Schneewolke. Dort hindurch führte mein Weg. Nämlich auf die Wiese am rechten oberen Bildrand


Ebringen im Schneeregen


Hinterlassenschaften im Jennetal. Davon gibt es so einige. Sie sind möglicherweise Relikte des Bergbaus, den es hier früher (insbesondere in der Nazizeit) gegeben hat


Bergwiese im Schneefall – Die Temperaturen heute lagen über dem Nullpunkt.

Jenseits von Ebringen liegt das Naturschutzgebiet “Berghauser Matten”. Hier gibt es verschiedene, kleine Wanderwege: den Kapellenweg (es gibt eine große Kapelle hier), den Panoramaweg, den Wald- und Wiesenweg und den Streuobstweg. Ich habe mich für den Panoramaweg entschieden, auch wenn es im Schneetreiben heute kaum Panorama geben konnte. Der Weg führt in Richtung Wittnau ins Hexental.

NSG Berghauser Matten


Im Naturschutzgebiet “Berghauser Matten”


Schneefall am Schönberg

Ist man über den Schönberg hinweg tut sich auf der gegenüber liegenden Seite das Hexental auf. Dahinter sieht  man die Schwarzwaldberge.


Blick in das Hexental in Höhe Wittnau oder Sölden (bin mir nicht sicher)


Wanderweg am Schönberg


Ein Hochsitz am Wegesrand. Das Foto ist gelbgefiltert


Der Ort Wittnau und das Hexental


Noch mal ohne den Ort

Vor Merzhausen trifft man auf den Bettlerpfad. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis in den Freiburger Stadtteil Vauban. Jetzt könnte man die Straßenbahn nehmen.

Der Tourverlauf als GPX Datei. Ich war 5 Stunden unterwegs.

(sl – 360)

Endlich Schnee: Winterwanderung durchs Höllental

von Sven Lennartz - 18. Dezember 2011 - Rubrik: Bergwanderungen, Schwarzwald - Tags: | |

Plan für heute: ein Rundgang um den verschneiten Titisee. Doch daraus wurde nichts. Schneefall und Wind waren eine zu ungemütliche Mischung. Außerdem waren rund um das Ufer Schneeräumfahrzeuge im Einsatz. Also habe ich mich kurzerhand aufgemacht in den Wald, nach Hinterzarten, in die Ravennaschlucht und schließlich über die Berge zurück nach Freiburg.


Die Ravennaschlucht mit Eisenbahnbrücke und Bach

Am Freitag erst war ein Orkan vorüber gezogen. Und endlich waren die Temperaturen gesunken. Regen leicht vermischt mit Schnee gab es am Morgen n Freiburg. Weiter draussen aber hatte sich das große weiße Laken aufgespannt. Alles weiß! Eine Fahrt an den Titisee dauert knapp 40 Minuten.


Freiburgs Haupteinkaufsstraße die “Kajo” Kaiser-Joseph-Straße am Samstag morgen vor Öffnung der Geschäfte


Der morgendliche Titisee bei Nebel und Schnee

Was gibt es im Freien schöneres als einen frisch verschneiten Wald? Die Temperaturen lagen wohl knapp unter dem Gefrierpunkt. Sonne gab es nicht, denn es schneite den ganzen Tag. Aber kein Problem, im Wald war man geschützter als am Seeufer.


Waldbach nahe Titisee


Hof nahe Hinterzarten


Ein Wegekreuz

Die Ravennaschlucht hatte ich bereits im April in Angriff nahmen wollen, damals jedoch nur den vergleichsweise unspektakulären ersten Teil begangen. Heute habe ich mir angesehen was ich damals verpasst habe…


Der Fluss Ravenna mit Mühlrad am Eingang zur Schlucht


Wild und romantisch geht es in der Schlucht zu

Die Ravennaschlucht ist für Schwarzwaldverhältnisse durchaus spektakulär. Sie ist mit Brücken, Stiegen und Treppen sehr gut erschlossen und eine viel besuchte Touristenattraktion. Das Wetter heute verhinderte allerdings einen großen Andrang. Gefährlicher als sonst war es nicht. Aufpassen wo man hintritt sollte man eh.


Gurgelnd und glucksend: die Ravennaschlucht mit Bohlenweg

Da es die letzten Tage häufig geregnet hatte, war im Fluss gut etwas los. Das braune Wasser der Ravenna fließt schnell und laut.


Ein Wasserfall in der Schlucht


Dieser kleine Wasserfall befindet sich direkt am Weg

In der Schlucht gibt es ein Bauwerk, die Großjockenmühle, die 1883 errichtet wurde.


Mühlrad der Großjockenmühle


Blick ins innere des Systems

Ausgangs des Tales beruhigt sich die Angelegenheit dann. Hier wartet die große Eisenbahnbrücke, ein Parkplatz und – unvermeidlich im Dezember – ein Weihnachtsmarkt.  Zugegeben, einen heißen Glühwein hätte ich nicht verschmäht, die Buden waren aber noch geschlossen.


Nein, schiffbar ist die Ravenna nicht…


Die Ravennabrücke

Die Ravennabrücke ist 224 Meter lang und 36 Meter hoch. Das Viadukt wirkt schmal. Die Brücke, über die der Eisenbahnverkehr läuft, wurde 1926/27 errichtet und im Krieg von der Wehrmacht zerstört. Ganz in der Nähe befinden sich die Kapelle Sankt Oswald und der Galgenbühl, eine kleine Erhebung auf der sich früher ein Galgen befand und heute ein hölzerner Pavillion für Ausflügler steht.

Der Weg zum Bahnhof nach Himmelreich führte wieder nach oben. Ein Teil der Strecke ist ein schmaler Felsenweg.


Eiszapfen an den Felsen direkt am Weg


Auch dies ist ein Wanderweg. Die Äste mögen gerade erst im Sturm der vergangenen Tage herunter gefallen sein

In der Nähe des Hirschsprungs, der schmalsten Stelle im Höllental, kam ich an der Straße heraus. Unfreiwillig, ich hatte wohl eine Abzweigung verpasst. Auf der anderen Seite führt der Jägerpfad entlang. Der ist nur leider wegen Felssturzes unterbrochen. Mit der ausgeschilderten Umgehung hatte ich bereits im September letzten Jahres Bekanntschaft gemacht. Der Weg ist steil, steinig, nicht geräumt und führt weit nach oben bis in den Nebel. Immerhin gab es, oben angekommen, einige schöne Ausblicke. Und das war die Mühe schon wert.


Der verschneite Schwarzwald in der Nähe des Hirschsprungs


Weißer Schwarzwald

Beim Buchenbacher Ortsteil Falkensteig endet die Umgehung und die Höllentalstraße ist erreicht. Zum Bahnhof nach Himmelreich waren es nun nur noch 2,5 Kilometer. Es schneite gemütlich weiter.

Der Tourverlauf als GPX. Insgesamt war ich knapp 6 Stunden unterwegs.

(255 – sl)