Freiburg entdecken

Über den Tuniberg bei Regen

von Sven Lennartz - 15. Dezember 2011 - Rubrik: Umgebung - Tags: | | | - 1 Kommentar

Ein ziemlich feuchter Ausflug an diesem Mittwoch. Der Regen hielt den Tag über an, wurde kaum unterbrochen und wusste sich im Tagesverlauf gar noch zu steigern. Dazu kam ein heftiger Wind. Los ging’s im entlegenen Freiburger Stadtteil Munzingen. Mit dem Bus ist man in rund 25 Minuten vom ZOB am Ziel. Und kann schon wenig später den Weinberg besteigen.

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Der Tuniberg bei Regen

Der Tuniberg ist anders als der nahe Kaiserstuhl nicht vulkanischen Ursprungs. Der Tuniberg ist vielmehr ein Stück der alten Landoberfläche, die beim Einbruch des Rheingrabens stehen blieb. Das hat er gemeinsam mit dem Nimberg und dem viel größeren Schönberg. Die Sache liegt schon einige Millionen Jahre zurück. Und weil das so ist sieht man hier noch ursprüngliche Gesteinsformationen, die anderswo längst die Erosion weggeschliffen hat. Ich zitierte eine der aufgestellten Hinweistafeln: “Der Braune Jura des Tunibergs besteht vor allem aus der etwas 80 Meter mächtigen Schicht des Hauptrogensteins, ein gelber Kalkstein mit ei-artiger Körnung.”

Und hier kommen die Bilder dazu:

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Die Kalkfelsen aus Braunem Jura enthalten viel Eisen, das für die Farbe verantwortlich ist

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Die Felsen sind Lebensraum für verschiedene Tiere. Etwa Fledermäuse, Eidechsen, Insekten und Spinnen. Sogar ein Paar Turmfalken hat hier seinen Horst

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Am ehemaligen Kalksteinbruch “Oberes Steingrüble” bei Munzingen hat es in einer Höhle wohl schon eine jungsteinzeitliche Besiedlung von Menschen gegeben

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Ganz sicher sind die Felsen, die teils direkt an den Wegen liegen, übrigens nicht. Der eine oder andere Brocken lag schon unten

Noch bei Munzingen begegnet man der Ehrentrudiskapelle. Außerdem kann man von zwei Plattformen aus schön über das Land zum Schwarzwald schauen. Bei freundlicherem Wetter geht das sogar besser als heute.

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Auf dem Tuniberg. Im Hintergrund die Schwarzwaldberge. Mitte links der Golfplatz

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Blaue Schutznetze knattern im Wind

Über den Tuniberg führen der Tuniberg-Westweg, der Höhenweg (auf dem ich heute unterwegs war) und der Burgunderpfad, der sich in Nord-Süd-Richtung quer über den Tuniberg zieht. Der Name stammt von den hier überwiegend angebauten Rebsorten.

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Auf dem Baggersee bei Niederrimsingen verkehrt ein Lastkahn

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Ein von Flechten überzogener, alter Weinstock

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Auf dem Tuniberg nahe Merdingen

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Mitunter kann es auf dem Berg sogar gefährlich werden. Bei Merdingen gibt es einen großen, aktiven Steinbruch

Nach rund zweieinhalb Stunden war der Ort Merdingen erreicht. Die Straße nach Wasenweiler zur Kaiserstuhlbahn wollte ich nicht nehmen. Ihr fehlt Rad- und Fußweg. So ging es in entgegengesetzter Richtung nach Ihringen. Im inzwischen dichten Regen, der fast waagerecht immer von der gleichen Seite kam. Kaum am Ortseingang, nach einer ziemlich ungemütlichen Stunde, ließ der Regen nach – und mich vollständig durchnässt zurück.

FotoAm Ortseingang von Ihringen. Der Schauer zieht ab

Der Tourverlauf als GPX. Ich war knappe 4 Stunden unterwegs.

(235 – sl)

Hohtann Kandelblick

von Sven Lennartz - 12. Dezember 2011 - Rubrik: Schwarzwald - Tags: | | - Beitrag kommentieren

Heute ohne Tagesziel. Einfach mal loslegen. Von Buchholz aus gen Norden und dann entweder nach Waldkirch oder nach Emmendingen. Das war der Plan. Erreicht habe ich dann diesen schönen Ort, den Hohtann, mit tollem Blick zum Kandel.

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Kandelblick im Gegenlicht. Das ist zwar unvorteilhaft, sieht aber so schlecht nicht aus. Der Berg, auf dem im Gipfelbereich Schnee lag, befindet sich mitten in den Wolken

Zuerst einmal begann der Tag in Grau. Später sollte sich Sonnenschein durchsetzen und die Temperaturen steigen. Davon war am frühen Morgen allerdings noch nichts zu ahnen. Die Fahrt nach Buchholz (Zug in Richtung Elzach) dauert vom Freiburger Hauptbahnhof aus nur 13 Minuten. Buchholz ist ein Stadteil von Waldkirch, nördlich von Freiburg.

Besuchte Orte:

  • Buchhholz
  • Sexau
  • Denzlingen

Die Buchholzer Weinberge grenzen freundlicherweise beinahe an den Bahnhof. Weit hat man es also nicht. Allerdings beginnt auch der Aufstieg sofort…

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Buchholz am Morgen. Der Ort gehört zu Waldkirch. Im Hintergrund liegt Freiburg, dort rauchen einige Schlote

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Mehr als nur ein Rebhäusle… Im Hintergrund sieht man als dunklen Höhenzug den Mauracher Berg. Dahinter liegt Denzlingen

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Treppe in die Reben. Kreuze unterschiedlicher Größe findet man häufig

Den höchsten Punkt erklommen schließt sich an die Weinterrassen der Wald an. Sonntags ist Ausflugstag. Während in der Ebene zwischen Freiburg und Denzlingen so ziemlich alles unterwegs war was laufen konnte oder geschoben werden musste, blieb der Schwarzwald – zumindest auf dieser Tour – völlig menschenleer.

Schließlich kam sogar die Sonne heraus.

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Herbstlicher Laubwald

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Noch mehr Laubwald

Der von Buchhholz aus ausgeschilderte Aussichtspunkt Hohtann versprach einen Kandelblick. Der liegt auf 493 Höhenmeter und gehört sowohl zum Kandelhöhenweg als auch zum Zweitälersteig. Nach Gengenbach sind es von hier übrigens 44 Kilometer (das ist ausgeschildert, da auch Gengenbach am Fernwanderweg liegt), zum Aussichtsturm auf dem Hünersedel 12,5 Kilometer.

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Wanderzeichen Kandelhöhenweg (K) und Zweitälersteig

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Blick vom Hohtann – Der Kandel liegt den Wolken

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Der Blick in die entgegen gesetzte Richtung

Von hier hätte man in Richtung Waldkirch absteigen können. Ich habe jedoch den Weg nach Sexau eingeschlagen.

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Ein Hochsitz

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Sexauer Umgebung. Von hier ist es nicht weit zur Ruine der Hochburg

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Haus in Sexau

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Landschaft bei Sexau – 1

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Landschaft bei Sexau – 2

Von Denzlingen (hier fand gerade ein Weihnachtsmarkt statt) waren es noch 10 Kilometer bis nach Haus. Dieser Abschnitt ist so etwa wie meine Trainingsstrecke. Hier bin ich häufiger auf Spaziergängen unterwegs, also habe ich die Strecke noch angehängt.

Die Tour dauerte knapp 6 Stunden. Hier als GPX Datei.

(255 – sl)