Günterstal und die Schauinslandbahn
von Sven am 6. Januar 2010
Günterstal ist der am weitesten südlich gelegene Stadtteil Freiburgs. Das über 1200 Jahre alte Dorf wurde 1890 eingemeindet.
Von der Innenstadt aus hält man sich südlich, passiert Schwabentor und Kaiserbrücke, um sich auf der Günterstaler Straße wiederzufinden. Zur Linken befindet sich der schon erwähnte Sternwald, zur Rechten liegen eine Kleingartensiedlung und das Waldhaus. Weitere Bebauung gibt es einige Kilometer lang nicht, so dass man den Eindruck hat sich nicht mehr in Freiburg zu befinden.
Gelegentliche Schilder weisen auf die Talstation der Schauinslandbahn in rund 5 km Entfernung hin. Günterstal ist nach rund 45 Minuten Fußweg erreicht.

Ortseingang Günterstal gegen 13:00h aus Richtung Freiburger Innenstadt. Das Restaurant "Kühler Krug" schaut verlockend aus, eingekehrt bin ich jedoch nicht.
Dominierendes Gebäude im Zentrum ist das raumgreifende, gelb getünchte Kloster St. Lioba. Günterstal besteht aber durchaus auch aus anderen Gebäuden:

Bunt bemalte Günterstaler Bebauung
Der kleine Vorort ist schnell passiert. Hier endet im Übrigen auch die Straßenbahn. Wer will, der fährt mit dem Bus (Endhaltestelle Schauinslandbahn) weiter.

Auf dem Weg von Günterstal nach Horben. Die Straße läuft ab hier ohne Fußweg weiter
Am Ortsausgang hält man sich links und nimmt den Waldweg, der im wesentlichen dem nunmehr fußweglosen Straßenverlauf folgt. Am Bohrerweiher (ein Teich auf 470 Höhenmeter) vorbei geht es in den Stadtteil Bohrer der zur Ortschaft Horben zählt.

Die Wege um Freiburg herum sind reich an Brunnen. Der Butzenhof-Brunnen trotzt der Kälte.
Zur Schauinslandbahn ist es jetzt nicht mehr weit. Die Talstation erreichte ich nach rund 90 Minuten – bei nicht optimalen Straßen- und Webverhältnissen allerdings. Die Seilbahn selbst, nach eigener Aussage Deutschlands längst Kabinenumlaufbahn, blieb weitgehend im Januarnebel verborgen.

Die Talstation war angesichts des Wetters karg besucht
Die Aussicht vom Berg soll einen unvergleichlichen Panoramablick auf Freiburg, den Kaiserstuhl, das Rheintal und die Vogesen bieten. Bei Fernsicht sogar über den Jura bis hin zur Kette der Schweizer und französischen Alpen. All das war Anfang Januar nicht möglich. Die Bahn war nichtsdestotrotz in Betrieb.

Hilfreiche Wegweiser - Unzählige Hinweistafeln sind (nicht nur) in Wäldern und Höhen aufgestellt.
(sl – 190)
Kommentare
gut gemacht auch die texte
[...] Felsen befinden sich in 810 Meter Höhe auf einem Ausläufer des Schauinsland zwischen Freiburg Günterstal und Kappel. Im 12. Jahrhundert gab es dort eine Burganlage von der praktisch nichts mehr zu [...]