Freiburg entdecken

Kaiserstuhl im Regen

von Sven Lennartz - 17. Mai 2012 - Rubrik: Kaiserstuhl - Tags: | | - Beitrag kommentieren

Regen gab es heute ebenso wie am vergangenen Samstag. Nicht ungewöhnlich, hätte es nur nicht am Freitag Nachmittag bei Sonnenschein in Freiburg schon 31 Grad gehabt. Die Abkühlung kam mir gerade recht. Und um 9:24h fuhr ich mit der Kaiserstuhlbahn nach Gottenheim – in den Regen hinein.

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Die höheren Lagen des Kaiserstuhls sind ausgiebig bewaldet

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Eine Gartenhütte unweit des Bahnhofs Gottenheim

Das erste Etappenziel war der Ort Bötzingen. Man bezeichnet sich stolz als: “Tor zum Naturgarten Kaiserstuhl“. Bötzingen hat über 5200 Einwohner und liegt 192 m über dem Meeresspiegel.

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Bötzingen von außen – der Kaiserstuhl im Hintergrund steht in Regenwolken

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Häuser in Bötzingen

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Die St. Albanskapelle wurde 1441 fertig gestellt

Von Bötzingen aus wollte ich zum inneren Kaiserstuhl vorstoßen. Zuerst auf der Bergstraße entlang, dann durch den Wald.

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Eine Veränderliche Krabbenspinne. Diese Tiere hocken auf Blüten und nehmen die Farbe des Untergrundes an

Die höheren Regionen des Kaiserstuhls sind mit Laubwald bedeckt. Der Wald wird auch als Naherholungsgebiet genutzt. Neben dem Erlenschachenwald gibt es noch den Ketschwald mit alten Eichenbeständen. Zwei Schutzhütten kann man hier finden: auf dem Hohrainbuck und dem Fuchsbuck.

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Kaiserstühler Laubwald

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Das Naturschutzgebiet Scheibenbuck ist eine auffallende Erhebung mit Trockenrasen und lichtem Baumbestand. Ähnlich wie der Badberg, jedoch deutlich kleiner.

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Auf dem Scheibenbuck gibt es Sitzgelegenheiten

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Der Blick hinunter nach Oberbergen

An Oberbergen vorbei habe ich mich nun nach Bickensohl aufgemacht, auch ein kleiner Winzerort. Hier gibt es die eindrucksvollsten Lösshohlwege und einen 7 Kilometer langen Rundkurs, den Lösshohlwege-Pfad. Hier befindet man sich außerdem auf dem ausgeschilderten Wanderweg “Bienenfresserpfad”. Der führt auf 16 Kilometern von Königschaffhausen über Oberrotweil nach Ihringen.

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Die Lößhohlgasse Eichberg bei Bickensohl

Bis zu 15 Meter ragen die Lösswände in die Höhe. Die Hohlwege sind menschengemacht, der sehr weiche Lössboden wurden von Fußgängern und Fuhrwerken über Jahrhunderte hinweg abgetragen und fort geschwemmt.

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Anderswo auf dem Lösshohlwege-Pfad

Auf dem Bienenfresserpfad ging es nun weiter in Richtung Ihringen.

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Blick aus dem Wald heraus

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Ein regennasser Pfad

Der Weg führte über den Aussichtspunkt Kreuzenbuck. Das ist er:

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Und hier der Blick vom Kreuzenbuck:

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Der Ausblick vom Kreuzenbuck in das Rheintal. Hier wirkt der Kaiserstuhl tatsächlich wie ein riesiger Garten

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Und hier noch einmal von anderer Position

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Auf dem Abstieg

Noch in den Fünfzigerjahren bot der Kaiserstuhl ganz andere Ansichten. Damals wurden hier neben Wein auch Kartoffeln, Getreide und Mais angebaut und Tiere gehalten. Als man vollständig auf den Weinbau umstellte, wurden die Tiere buchstäblich an den Rand gedrängt und fanden Platz auf den Rebböschungen. Von dort sind sie allerdings längst verschwunden…

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Die Rebböschung Katzensteinbuck – eine ehemalige Ziegenweide

Inzwischen hatte ich Ihringen im Tal erreicht. Die Tour wollte ich aber noch nicht beenden, sondern erst in Wasenweiler – eine Bahnstation weiter. Bis dorthin dauerte es dann aber länger als geplant. Ich hatte eine andere Route gewählt und bin ohne Absicht im Mühltal gelandet. So wäre ich fast noch an den Ausgangspunkt Gottenheim zurück gekehrt. Stattdessen ging es durch ein vom Bärlauch erobertes Waldstück und noch einmal über Weinberge hinweg bis zum Bahnhof im Tal.

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Im Bärlauchwald bei Wasenweiler

Tourverlauf als .GPX-Datei – Ich war 6:20h unterwegs auf gut 30 Kilometern (mit Hin- und Rückweg zum Freiburger Bahnhof).

(sl – 380)

Der Schwarzwald bei Kappel

von Sven Lennartz - 6. Mai 2012 - Rubrik: Stadt - Tags: | | - Beitrag kommentieren

Kappel liegt im Südosten Freiburgs, an der Grenze zu Kirchzarten. Das Dorf gehört noch zu Freiburg, man befindet sich aber bereits in typisch schwarzwälder Umgebung – jedenfalls dann, wenn man in die Höhe aufsteigt. Etwa zum Laubisköpfle auf 681 Meter.  Von hier aus könnte man dann weiter gehen bis auf den Schauinsland, der ebenfalls auf Kappeler/Freiburger Gebiet liegt.

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Kurz vor Kirchzarten

Ein regnerischer, kühler Tag war das heut. Durchaus angenehm also. Aus der Freiburger Innenstadt bis nach Kirchzarten braucht man etwa 2 Stunden. Durch die Stadtteile Oberau, Waldsee, Littenweiler und Ebnet. Ist man erst einmal am Dreisamstadion des Bundesligavereins Sportclub Freiburg – das gegenwärtig Mage Solar Stadion heißt – vorbei, locken links und rechts des Weges die Schwarzwaldberge.

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Fette Wiesen – so sieht es zwischen Kirchzarten und Kappel aus

Gleich nach Erreichen der Stadtgrenze von Kirchzarten habe ich mich auf den Weg nach Kappel gemacht. Der Ort hat rund zweieinhalbtausend Einwohner und wurde 1974 eingemeindet. Der Name ging wohl von einer Kapelle im Zentrum auf den Ort über.

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Baufälliges Schwarzwaldhaus

Kappel liegt zwar an der Linie der Höllentalbahn, hat aber keinen eigenen Bahnanschluss mehr. Von Littenweiler aus ist es allerdings nicht weit. Auch die Straßenbahn ist eine Alternative.

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Der Blick ins Tal

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S’ ging schon steil hinauf

Auch in den oberen Lagen findet man noch Wohnhäuser und Höfe.

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Der Schwarzwald bei Kappel

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Seltsam kleine Rinder auf saftiger Wiese

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Wer genau hinschaut erkennt in der Bildmitte die Wiese von oben wieder. Die Stadt im Hintergrund ist Kirchzarten

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Schwarzwaldhof, Berge, Wiesen, Wälder und Regenwolken…

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Inzwischen wieder im Tal. Diese Aufnahme entstand unweit des Stadions dessen Flutlichtmasten (in der Mitte links) gerade noch zu erkennen sind.

Tourverlauf als .GPX-Datei. Freiburg habe ich nicht verlassen und war doch 4:20h unterwegs.

(sl – 260)