Es ist Samstag, also raus in den Schnee. Unglücklicherweise gibt es in Freiburg keinen Schnee. Es gab in diesem Winter überhaupt noch keinen Schnee in Freiburg. Ein Problem ist das aber nicht, man muss nur hoch genug gehen… Die wohl schnellste Möglichkeit, das zu Fuß zu erledigen, bietet der 737 Meter hohe Gipfel des Roßkopf. Ein bis anderthalb Stunden dauert der Aufstieg vom Freiburger Zentrum aus.

Schwarzwald: leicht verschneit
Der Aufstieg beginnt am Schwabentor. Hier startet der 113 Kilometer lange Kandelhöhenweg, ein Fernwanderweg an dessen Verlauf ich mich heute streng gehalten habe. Man arbeitet sich auf den Schlossberg empor, genießt den Ausblick auf das morgendliche Freiburg und freut sich auf den weiteren Weg. Gute 5 Kilometer und etliche Höhenmeter sind es nun noch bis zum Roßkopf.

Gefroren und Opfer der Forstarbeit
Die Temperatur im Tal betrug am Morgen -3°. An Neujahr waren es noch +14° gewesen. Der Himmel war wolkenlos. Und tatsächlich hatte es in der Nacht geschneit. Allerdings erst ab Lagen oberhalb von rund 700 Metern.

Blick zum Gipfel mit Aussichtsturm, Schnee und innehaltendem Jogger
Die Gegend um den Roßkopf ist beliebt bei Joggern und Mountainbikern. Letztere haben aber mehr Spaß in Matsch und Schlamm und Hitze und haben sich deshalb heute nicht sehen lassen.

Der Aussichtsturm auf dem Gipfel. Das Windrad steht nicht wirklich daneben
In Gipfelnähe befinden sich vier Windräder. Die riesigen Apparaturen schauen eindrucksvoll aus dem Wald.

Windrad

So schaut es aus wenn man direkt unter einem Windrad steht und nach oben blickt. Die Dinger sind immerhin 130 Meter hoch
Tief lag der Schnee nicht, aber ich will mich nicht beklagen. Gegen Mittag setzte leichtes Tauwetter ein. Später zogen verstärkt Wolken auf.

Leicht verschneiter Schwarzwald auf Höhe des Roßkopfs
Dieselbe Strecke nach St. Peter bin ich im Mai 2010 schon einmal abgelaufen. Damals im Mai in Regen und grüner Üppigkeit – und dazu noch hin und zurück. Wer vergleichen möchte…

Ein Blick zum Kandel

Aussichtspunkt mit Naturliege und Grillstelle

Grillstelle von Nahem


Schwarzwald vor blauem Himmel mit Schnee. Rechts sieht man eine der Kandelhöhenweg-Markierungen
Die Strecke führt auch durch den Konventwald. Ein Bannwald in dem keine Forstwirtschaft betrieben wird. Hier ist der Weg nicht immer frei, Baumstämme verrotten mitunter so wie sie gefallen sind.

Fast magisches Licht im Bannwald
Und schließlich war St. Peter erreicht. Das Schwarzwalddorf liegt im Glottertal an einem Ausläufer des Kandel und ist bekannt durch den Spielfilm Schwarzwaldmädel, der 1950 hier gedreht wurde. Siehe auch Von Himmelreich nach St. Peter.

St. Peter im Schnee. Berühmt ist die ehemalige Klosterkirche im linken Bildbereich

In der ehemaligen Klosterkirche
Der Tourverlauf als GPX Datei. Von St. Peter fährt man entweder nach Kirchzarten oder nach Denzlingen, und kann dann einen Zug Richtung Freiburg nehmen. Der Denzlinger Bus kam zuerst. Eine schöne Fahrt durch das Glottertal.
(sl – 300)