Am Hochfirst im Schnee
von Sven Lennartz - 29. Januar 2012 - Rubrik: Bergwanderungen - Tags: Berge | Schnee | Schwarzwald | WinterTitisee-Neustadt ist eine Elftausend-Seelen-Wintersportgemeinde auf rund 800 Meter Höhe. Von Freiburg aus ist man in 45 Minuten mit der Höllentalbahn am Ziel, im Ortsteil Neustadt. Hier wollte ich zum ersten Mal im Schnee einen Berggipfel erwandern, nämlich den knapp 1200 hohen Hochfirst, auf dem sich ein Aussichtsturm befindet. An diesem Vorhaben bin ich wegen unzureichender Ausrüstung leider gescheitert.

Ein Blick auf Neustadt mit dem dominierenden Münster
Die Temperaturen lagen knapp unter dem Gefrierpunkt. Ein leichter Schneefall hielt den Tag über an.

Häuser am Hang. Die beiden Aufnahmen entstanden auf dem Rückweg
Problemlos erreicht man die Hochfirstschanze. Ein 140 Meter hohes Bauwerk, das im Jahr 2001 für den Weltcup tauglich gemacht wurde. Es handelt sich um die größte Naturschanze in Deutschland. Das letzte Weltcup-Springen fand laut Wikipedia am 4. Februar 2007 statt. Damals wurde der diesjährige Vierschanzentourneesieger Gregor Schlierenzauer zweiter.

Hochfirstschanze mit Kampfrichterturm rechts
Gleich hinter der Schanze begann der Tiefschnee. Das Vorankommen wurde zusehends schwieriger.
Tiefschnee in Schwarzweiß

Auf diesem Foto erkennt man in der Bildmitte leichten Nebel
Je höher ich kam, desto mehr Schnee lag auf den Wegen. Anfangs etwa 10-30 Zentimeter. Später auch schon mal knietief.

Unberührte Schneelandschaft. Hier war noch niemand gewesen. Nur die zahlreichen Spuren der Waldbewohner erkennt man

Vorwärts durch den Schnee
Lange war das nicht durchzuhalten. Die Schuhe waren schnell komplett durchnässt und die Kälte machte sich unangenehm bemerkbar. Erfahrene Winterwanderer beugen dem mit Gamaschen und Schneeschuhen vor. Die werde ich mir auch besorgen und später wiederkommen.

Der Gipfel des Hochfirst ist nur rund 4 Kilometer vom Bahnhof entfernt. Dennoch habe ich die Tour abgebrochen und bin ich meinen eigenen Fußstapfen gen Tal und zum Bahnhof gestiefelt.

Wasserfall am Wegrand…

…dessen Wasser mitten auf dem Wanderweg nach unten abfloss
(sl – 190)

